Methode

Diagnose vor Intervention

Die meisten Veränderungsvorhaben beginnen mit der Lösung. Wir beginnen mit der Frage, welches Verhalten sich ändern soll – und was es heute verhindert.

Vorgehen

Vier Schritte

  1. 01 · Verstehen

    Das Zielverhalten so beschreiben, dass eine Kamera es filmen könnte. Dann den Kontext lesen: Was treibt, was bremst?

  2. 02 · Testen

    Im Kleinen prüfen, was tatsächlich etwas verändert – im Experiment, im Pilot, mit Vorher-nachher-Messung.

  3. 03 · Gestalten

    Aus dem Befund werden Eingriffe: Abläufe, Voreinstellungen, Signale der Führung, Kommunikation. Streichen kommt vor Hinzufügen.

  4. 04 · Verankern

    Ausrollen, messen, behalten, was die Daten tragen.

Hand zeigt auf ein kommentiertes Konzept am Bildschirm

Framework

P.U.R.E. – vier Barrieren der KI-Adoption

P

Perspektive

Die Lücke zwischen dem Bild, das das Management vom Stand der KI-Nutzung hat, und dem, was in den Teams tatsächlich geschieht.

U

Unsicherheit

Unausgesprochene Normen und Statusfragen: Ist KI-Nutzung erlaubt, erwünscht, anerkannt – oder „fühlt es sich wie schummeln an“?

R

Resistenz

Wissen bleibt im Silo: Gute Anwendungen werden gehütet statt geteilt, weil nichts das Teilen belohnt.

E

Errorkultur

Wo Fehler sanktioniert werden, wird nicht experimentiert – und ohne Experiment keine Lernkurve.

P.U.R.E. ist aus der Verhaltensforschung und aus unserer Projektarbeit entwickelt.

Das Erzählbild dazu: Vor jedem Schatz sitzt ein Drache. Innere Drachen klingen nach Abwehr. Äußere Drachen klingen nach Fragen. Wer das verwechselt, greift zum falschen Schwert.

KI-Quickcheck: Welche Barriere zählt bei Ihnen?

Framework

CAMI – Verhaltensänderung gestalten

C

Context

In welcher Situation fällt die Entscheidung?

A

Attention

Hat die Zielgruppe das Thema überhaupt auf dem Schirm?

M

Motivation

Will sie – und wenn nein, warum nicht?

I

Intervention

Welcher Eingriff passt zu dieser Kombination?

Aus Aufmerksamkeit und Motivation ergeben sich vier Gruppen: bereit · skeptisch · schlafend · fern. Jede braucht etwas anderes. Wer alle gleich anspricht, erreicht nur die Bereiten.

Dazu gehört das Behavioral Tool Kit: 39 Werkzeuge in sechs Gruppen, jedes mit Evidenzlabel – robust oder bedingt.

Signale – was Führung tatsächlich sendet

Organisationen scheitern selten an Strategien. Sie scheitern an Signalen. Wir prüfen jede Botschaft an drei Stellen: Sprache – Struktur – Verhalten. Wo die drei einander widersprechen, gewinnt immer das Verhalten.

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Woran wir uns halten

  • Evidenz wird gekennzeichnet: robust, bedingt, Schätzung.
  • Gemessen werden Barrieren und Verhalten, nie einzelne Personen.
  • Reibung ist nicht immer schlecht: Wo Tempo schadet, ist sie ein Feature.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zur Methode

Was ist das P.U.R.E.-Framework?

P.U.R.E. beschreibt vier Verhaltensbarrieren der KI-Adoption: Perspektive, Unsicherheit, Resistenz und Errorkultur. Die KI-Gap-Analyse mit P.U.R.E. misst, an welcher dieser Barrieren eine Organisation hängt, und leitet daraus priorisierte Eingriffe ab.

Was ist CAMI?

CAMI ist ein Raster für Verhaltensänderung: Context, Attention, Motivation, Intervention. Aus Aufmerksamkeit und Motivation ergeben sich vier Gruppen – bereit, skeptisch, schlafend, fern –, die jeweils etwas anderes brauchen.

Warum Diagnose vor Intervention?

Weil die meisten Veränderungsvorhaben mit der Lösung beginnen, bevor klar ist, welches Verhalten sich ändern soll und was es heute verhindert. Wer zuerst misst, setzt dort an, wo eine Organisation tatsächlich hängt, und kann die Wirkung danach belegen.

Wie gut ist das belegt?

Unterschiedlich gut, und wir sagen es dazu. Jedes Werkzeug im Behavioral Tool Kit trägt ein Evidenzlabel – robust oder bedingt. P.U.R.E. ist aus der Verhaltensforschung und aus unserer Projektarbeit entwickelt, nicht wissenschaftlich validiert.

Reden wir über Ihre Drachen.

Vor jedem Schatz sitzt einer. Dreißig Minuten, unverbindlich.